Säkularinstitute und CMIS

Weltkonferenz der Säkularinstitute

Die Weltkonferenz der Säkularinstitute (C.M.I.S.) bezweckt die Organisation der Zusammenarbeit unter den Säkularinstituten, damit die Menschen, die ihnen angehören, wirksamer ein Hefeteig für die Kraft und das Wachstum des Mystischen „Leibes Christi“ (Perfectae Caritatis 11) in der Welt sein mögen. Auf diese Weise hilft sie jedem Institut bei der besseren Verwirklichung des eigenen Ziels.

Die Zielsetzungen der C.M.I.S. sind unter Anderem:

  1. Die Kontakte, den Erfahrungsaustausch und eine brüderliche Hilfe unter den Instituten zu fördern. Sie unterhält in einem Geiste des Dienens regelmäßige Beziehungen zu anderen Vereinigungen wie den nationalen und territorialen Konferenzen;

2. Studien und Forschungen zu veranlassen zur Vertiefung der Wesensart und der gegenwärtigen Sendung der Säkularinstitute, auf der Grundlage der Dokumente des Heiligen Stuhls und des Konzils und unter Berücksichtigung der eigenen Erfahrungen der Institute;

3. Dem Heiligen Stuhl die Nöte, Interessen und Ansichten der Institute zum Ausdruck bringen.

Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Forschung im Dienste der Institute, im Geiste eines gesunden Pluralismus und im Rahmen ihrer eigenen Satzung zu C.M.I.S. (Art. 2, Satzug)

 

Statuten CMIS

Die Säkularinstitute wurden am 2. Februar 1947 durch Papst Pius XII. eingerichtet, der an diesem Tag die Apostolische Konstitution Provida Mater Ecclesia veröffentlichte. Diese wurde durch mehrere Texte ergänzt: das Motu proprio Primo Feliciter (1948), dann das Dekret Perfectae caritatis des II. Vatikanischen Konzils (Nr. 1 - 1965) und das Apostolische Schreiben Vita Consecrata (besonders Nr. 10 - 1996).

1983 hat der Codex des Kanonischen Rechts die für alle Institute des geweihten Lebens anwendbaren Bestimmungen festgeschrieben und die spezifischen Vorschriften für Säkularinstitute davon abgegrenzt:

"Ein Säkularinstitut ist ein Institut des geweihten Lebens, in welchem in der Welt lebende Gläubige nach Vollkommenheit der Liebe streben und sich bemühen, zur Heiligung der Welt, vor allem von innen her, beizutragen“ (can. 710).

Das Mitglied eines Säkularinstituts ändert kraft seiner Weihe nicht seine eigene kanonische Stellung als Kleriker oder Laie im Volke Gottes, unbeschadet der Rechtsvorschriften, die auf die Institute des geweihten Lebens Bezug nehmen“ (can. 711).

Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens

Prot.N. I.s. 6461/12

DEKRET

Das Charisma des geweihten Lebens, das als eine Form der Verwirklichung und lebendigen Verkündigung in den Rahmen der trinitarischen Heilsgeschichte eingebettet ist, nimmt jeden Gottgeweihten in die Pflicht, eine Spiritualität der Kommunion zu entwickeln, die sich in Lebensstilen äußert, die zu einer Sendung führen. In diesen Zusammenhang versteht sich die Weltkonferenz der Säkularinstitute CMIS als eine Realität, deren Aufgabe es ist, den gegenseitigen Austausch zwischen den Instituten und eine kirchliche Zusammenarbeit gemäß dem eigenen Charakter einer Weihe in der Welt zu fördern.

Die beinahe vierzigjährige Erfahrung seit der kanonischen Errichtung der CMIS hat die Bedeutung dieses Organismus der Kommunion zwischen den Säkularinstituten der ganzen Welt bestätigt. Diese Zeit hat zudem dazu gedient, die Natur der CMIS besser zu verstehen, in der die Vielfalt der Charismen einen spezifischen Beitrag dafür leistet, dass die Kirche immer tiefer ihre eigene Natur als Sakrament der innigen Vereinigung des ganzen Menschengeschlechts mit Gott verwirkliche (Lumen Gentium 1).

Mit dem Ziel, den eigenen Dienst und die verschiedenen Bereiche der Zusammenarbeit von Instituten in Beziehung zu anderen Formen des geweihten Lebens und in einem fruchtbaren Dialog mit den Hirten weiter zu präzisieren, hat die Versammlung der Generalverantwortlichen nach einer Vorbereitungsarbeit, die alle Institute mit einbezogen hat, die neuen Statuten der Konferenz gutgeheißen und erbittet nun deren Approbation.

La Congrégation pour les Instituts de vie consacrée et les Sociétés de vie apostolique après avoir examiné avec soin la documentation présentée, après avoir reçu la nouvelle que le Saint Père, en date du 30 octobre 2012, a bénignement accordé à la CMIS la personnalité juridique civile dans l’État de la Cité du Vatican.

Nach eingehender Prüfung der ihr unterbreiteten Dokumente und in Kenntnis der Tatsache, dass der Hl. Vater am 30. Oktober 2012 der CMIS die zivile Rechtspersönlichkeit im Vatikanstaat gewährt hat,

APPROBIERT

die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens den neuen Text der Statuten der CMIS mit der Änderung in Art. 4 gemäß dem in ihrem Archiv hinterlegten Exemplar und anerkennt ihn als übereinstimmend mit den Normen des Kanonischen Rechts.

Anderslautende Bestimmungen stehen diesem Dekret nicht entgegen

Gegeben im Vatikan, am 4. Dezember 2012

Kard. João Braz de Aviz, Präfekt

P. Sebastiano Paciolla, O.Cist. Untersekretär

Erster Teil

ZWECK, ART und MITGLIEDER der CMIS

Art. 1.Die Weltkonferenz der Säkularinstitute (C.M.I.S.) bezweckt die Organisation der Zusammenarbeit unter den Säkularinstituten, damit die Menschen, die ihnen angehören, wirksamer ein Hefeteig für die Kraft und das Wachstum des Mystischen „Leibes Christi“ (Perfectae Caritatis 11) in der Welt sein mögen. Auf diese Weise hilft sie jedem Institut bei der besseren Verwirklichung des eigenen Ziels.

Die Zielsetzungen der C.M.I.S. sind unter Anderem:

a) die Kontakte, den Erfahrungsaustausch und eine brüderliche Hilfe unter den Instituten zu fördern. Sie unterhält in einem Geiste des Dienens regelmäßige Beziehungen zu anderen Vereinigungen wie den nationalen und territorialen Konferenzen;

b) die Entwicklungen dort zu unterstützen, wo sich das weltlich-geweihte Leben noch in der Anfangsphase befindet und die Initiativen zur Schaffung nationaler und territorialer Konferenzen begleiten;

c) sich mit dem Heiligen Stuhl auszutauschen über die Entwicklungen des weltlich-geweihten Lebens auf der Welt;

d) Studien und Forschungen zu veranlassen zur Vertiefung der Wesensart und der gegenwärtigen Sendung der Säkularinstitute, auf der Grundlage der Dokumente des Heiligen Stuhls und des Konzils und unter Berücksichtigung der eigenen Erfahrungen der Institute;

e) dem Heiligen Stuhl die Nöte, Interessen und Ansichten der Institute zum Ausdruck bringen.

Jedes Institut behält das Recht, sich unmittelbar an den Heiligen Stuhl zu wenden.

Art. 2. Die C.M.I.S. arbeitet in engem Kontakt mit dem Heiligen Stuhl.

Folglich:

o Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Forschung im Dienste der Institute, im Geiste eines gesunden Pluralismus und im Rahmen ihrer eigenen Satzung zu CMIS.

o Demnach belassen ihre Struktur und ihre Arbeitsweise jedem der
Institute eine völlige Autonomie in der Bestimmung seiner Lebens und Apostolatsformen nach seinem ursprünglichen Charisma und nach den Grundsätzen der Kirche

Art. 3. Mitglieder

Die von der Kirche approbierten Säkularinstitute (diözesanen bzw. päpstlichen Rechts) sind von Rechts wegen Mitglieder der CMIS. Dazu werden sie von ihren Generalverantwortlichen vertreten.

Dieses Recht kann erst im Anschluss an die ausdrückliche Annahme der Satzung der C.M.I.S. nach den vom Exekutivrat festgelegten Modalitäten ausgeübt werden.

Art. 4. Sitz

Die Weltkonferenz der Säkularinstitute CMIS, die vom Heiligen Vater am 30. Oktober 2012 wohlwollend mit der zivilen vatikanischen Rechtspersönlichkeit ausgestattet wurde, hat ihren Sitz im Vatikanstaat.

Was ist ein Säkularinstitut?

"A secular institute is an institute of consecrated life in which Christ’s faithful, living in the world, strive for the perfection of charity and endeavor to contribute to the sanctification of the world, especially from within” (Canon 710).

Secular institutes are a still young reality in the history of the Church. They emerged in the first half of the nineteenth century and were approved by Pope Pius XII in 1947 through the Apostolic Constitution Provida Mater Ecclesia and via the Motu Proprio Primo Feliciter in 1948.

Until then, all those who wanted to devote themselves to God had to leave the world and enter religion, either in a Religious Order or in a Congregation. Since the appearance of Secular Institutes, lay people who feel the call to live the evangelical counsels of chastity, poverty and obedience, can consecrate themselves to God, without losing their secular state in the Church, by sanctifying themselves in the world and from within the world itself.

Secular institutes combine secularity and consecration: in fact, the members of a secular institute are fully secular and fully consecrated, joining in themselves two realities that until now were incompatible with each other. They are fully consecrated to God as the religious and they are as secular as the rest of the Christians who are not clerics. The fact that they live in the midst of the world, performing the most varied professions in different social environments, does not diminish their consecration. Nothing loses their secular essence not even the reason of being consecrated to God. The member of a secular institute is not a member of a religious order. He or She is a lay person (a doctor, a teacher, a lawyer, a mechanic ... ), a lay person consecrated to God by the following of the evangelical counsels. He or she lives in the world within the ordinary circumstances of family, work and social life, which weave his or her own existence.

Thus, secular institutes unite these two realities which had been previously considered incompatible: secularity (by which its members remain laypeople) and total consecration of the life to God. Hence, it is not easy to understand this is a gift that the Holy Spirit gave to his Church: consecrated secularity.

So, since Pius XII onwards, all the popes have emphasized that secular institutes are the work of the Holy Spirit that constantly renews its Church to meet the needs of today's evangelistic mission in the world. Secular institutes are located in the context of the conciliar way of the Church to rediscover the value of creation and the original call addressed to each person in their mission to care the world and transform it according to the God’s will ( cf. Gen. 2 15 ).

"Now it is necessary to know and make known this vocation that is so relevant and, I should say, so urgent, the vocation of persons who consecrate themselves to God by practicing the evangelical counsels and strive to immerse their whole lives and all their activities in that special consecration, creating in themselves a total availability to the Father's will and working to change the world from within” said Blessed John Paul II (3/5/83).

Nowadays most of the fields of human activity that rule the world and determine behavioral patterns for all humanity are in the hands of the laity. If there are people consecrated to God, who love the Lord as the only love of their lives and, in turn, are fully competent in the practice of their profession- which they perform as a way of ordering all human realities according to God’s will - then it is more likely that the world will be renewed in Christ "from within like leaven" (Lumen Gentium 31). Thanks to this vital synthesis between consecration and secularity, the member of a secular institute combines in his or her life the passion for God and the passion for humanity. He or she gives himself or herself fully to God and to the world so that the world can perceive the salt of the Gospel, the fragrance of Christ.

The doctrine of the Church also expects that priests to associate to secular institutes. Although due to the sacrament of the Holy Orders they become pastors of the People of God, dedicating their lives to the ministry of the Word and the Sacraments, by no means do they lose their intrinsic relationship with the world. And this fact enables them to participate in the charism of secular institutes by offering this experience of consecration in the world through the evangelical counsels of the presbytery in which they are inserted.

Many are the circumstances and needs of the world. So, many are the kinds of secular institutes. There are only female institutes, which are the majority. Others are only made up of laymen, or include priests too. And finally, there are secular institutes that combine the three branches: laymen, laywomen and priests.

As for their lifestyles, many members of secular institutes live with their families or alone. Others form small groups of common life. Some secular institutes have their own apostolic works, while others reject them by rule. In short, there exists within these institutes a healthy and rich pluralism that the Church has always kept and defended.

The charisma of secular institutes expresses clearly some of the basic guidelines outlined by the Second Vatican Council: the universal call to holiness, the presence in the world to sanctify it from within, etc. "If they remain faithful to their vocation, they will be like an experimental laboratory in which the Church tests the concrete modes of its relations with the world" (Paul VI, March 25th, 1976).

Exekutivkomitee

Im letzten August in Rom wurde die general Versammlung der CMIS das neue Präsidium gewählt und, in seinem Kern, der neuen Präsidentschaft: Jolanta Szpilarewicz (Poland) Vorsitzender, Elba Catalina Fleita (Brasilien) und Margherita Palazzi (Italien). Die sechs anderen Mitglieder des Exekutivkomitees kommen aus Frankreich, Indien, Italien, Kanada und Spanien.

Das Cmis Präsidium begegnet den Kardinal Präfekt und die Kongregation Verantwortlichen.
(21.09.2016)

  • Genossenschaften, sowohl von Klerikern wie von Laien, deren Mitglieder zur Erreichung der christlichen Vollkommenheit zur vollen Erfüllung ihres Apostolats die evangelischen Räte in der Welt befolgen, erhalten zur klaren Unterscheidung von anderen, gewöhnlichen Vereinigungen von Gläubigen (Pars III, lib. II C.l.C.) den besonderen Namen „Institute" oder „Weltliche Institute" und unterstehen den Normen dieser Apostolischen Konstitution.
  • Die Weltlichen Institute werden, obwohl ihre Mitglieder in der Welt bleiben, auf Grund der völligen Weihe an Gott und für die Seelenrettung, die sie unter Gutheißung der Kirche vollziehen, und auf Grund ihrer inneren verfassungsmäßigen Ordnung, sei es innerhalb von Bistümern oder im Bereich der Gesamtkirche, was in verschiedener Stufung zutreffen kann, kraft der Apostolischen Konstitution Provida Mater Ecclesia mit Recht und nach Verdienst den rechtmäßig von der Kirche geregelten und anerkannten.
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