Weltkonferenz der Säkularinstitute

Die Weltkonferenz der Säkularinstitute (C.M.I.S.) bezweckt die Organisation der Zusammenarbeit unter den Säkularinstituten, damit die Menschen, die ihnen angehören, wirksamer ein Hefeteig für die Kraft und das Wachstum des Mystischen „Leibes Christi“ (Perfectae Caritatis 11) in der Welt sein mögen. Auf diese Weise hilft sie jedem Institut bei der besseren Verwirklichung des eigenen Ziels.

Die Zielsetzungen der C.M.I.S. sind unter Anderem:

  1. Die Kontakte, den Erfahrungsaustausch und eine brüderliche Hilfe unter den Instituten zu fördern. Sie unterhält in einem Geiste des Dienens regelmäßige Beziehungen zu anderen Vereinigungen wie den nationalen und territorialen Konferenzen;

2. Studien und Forschungen zu veranlassen zur Vertiefung der Wesensart und der gegenwärtigen Sendung der Säkularinstitute, auf der Grundlage der Dokumente des Heiligen Stuhls und des Konzils und unter Berücksichtigung der eigenen Erfahrungen der Institute;

3. Dem Heiligen Stuhl die Nöte, Interessen und Ansichten der Institute zum Ausdruck bringen.

Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Forschung im Dienste der Institute, im Geiste eines gesunden Pluralismus und im Rahmen ihrer eigenen Satzung zu C.M.I.S. (Art. 2, Satzug)

 

Exekutivkomitee

Im August 2016 in Rom wurde die general Versammlung der CMIS das neue Präsidium gewählt und, in seinem Kern, der neuen Präsidentschaft: Jolanta Szpilarewicz (Poland) Vorsitzender, Elba Catalina Fleita (Brasilien) und Margherita Palazzi (Italien). Die sechs anderen Mitglieder des Exekutivkomitees kommen aus Frankreich, Indien, Italien, Kanada und Spanien.

Das Cmis Präsidium begegnet den Kardinal Präfekt und die Kongregation Verantwortlichen.
(21.09.2016)

Statuten CMIS

Die Säkularinstitute wurden am 2. Februar 1947 durch Papst Pius XII. eingerichtet, der an diesem Tag die Apostolische Konstitution Provida Mater Ecclesia veröffentlichte. Diese wurde durch mehrere Texte ergänzt: das Motu proprio Primo Feliciter (1948), dann das Dekret Perfectae caritatis des II. Vatikanischen Konzils (Nr. 1 - 1965) und das Apostolische Schreiben Vita Consecrata (besonders Nr. 10 - 1996).

1983 hat der Codex des Kanonischen Rechts die für alle Institute des geweihten Lebens anwendbaren Bestimmungen festgeschrieben und die spezifischen Vorschriften für Säkularinstitute davon abgegrenzt:

"Ein Säkularinstitut ist ein Institut des geweihten Lebens, in welchem in der Welt lebende Gläubige nach Vollkommenheit der Liebe streben und sich bemühen, zur Heiligung der Welt, vor allem von innen her, beizutragen“ (can. 710).

Das Mitglied eines Säkularinstituts ändert kraft seiner Weihe nicht seine eigene kanonische Stellung als Kleriker oder Laie im Volke Gottes, unbeschadet der Rechtsvorschriften, die auf die Institute des geweihten Lebens Bezug nehmen“ (can. 711).

Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens

Prot.N. I.s. 6461/12

DEKRET

Das Charisma des geweihten Lebens, das als eine Form der Verwirklichung und lebendigen Verkündigung in den Rahmen der trinitarischen Heilsgeschichte eingebettet ist, nimmt jeden Gottgeweihten in die Pflicht, eine Spiritualität der Kommunion zu entwickeln, die sich in Lebensstilen äußert, die zu einer Sendung führen. In diesen Zusammenhang versteht sich die Weltkonferenz der Säkularinstitute CMIS als eine Realität, deren Aufgabe es ist, den gegenseitigen Austausch zwischen den Instituten und eine kirchliche Zusammenarbeit gemäß dem eigenen Charakter einer Weihe in der Welt zu fördern.

Die beinahe vierzigjährige Erfahrung seit der kanonischen Errichtung der CMIS hat die Bedeutung dieses Organismus der Kommunion zwischen den Säkularinstituten der ganzen Welt bestätigt. Diese Zeit hat zudem dazu gedient, die Natur der CMIS besser zu verstehen, in der die Vielfalt der Charismen einen spezifischen Beitrag dafür leistet, dass die Kirche immer tiefer ihre eigene Natur als Sakrament der innigen Vereinigung des ganzen Menschengeschlechts mit Gott verwirkliche (Lumen Gentium 1).

Mit dem Ziel, den eigenen Dienst und die verschiedenen Bereiche der Zusammenarbeit von Instituten in Beziehung zu anderen Formen des geweihten Lebens und in einem fruchtbaren Dialog mit den Hirten weiter zu präzisieren, hat die Versammlung der Generalverantwortlichen nach einer Vorbereitungsarbeit, die alle Institute mit einbezogen hat, die neuen Statuten der Konferenz gutgeheißen und erbittet nun deren Approbation.

La Congrégation pour les Instituts de vie consacrée et les Sociétés de vie apostolique après avoir examiné avec soin la documentation présentée, après avoir reçu la nouvelle que le Saint Père, en date du 30 octobre 2012, a bénignement accordé à la CMIS la personnalité juridique civile dans l’État de la Cité du Vatican.

Nach eingehender Prüfung der ihr unterbreiteten Dokumente und in Kenntnis der Tatsache, dass der Hl. Vater am 30. Oktober 2012 der CMIS die zivile Rechtspersönlichkeit im Vatikanstaat gewährt hat,

APPROBIERT

die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens den neuen Text der Statuten der CMIS mit der Änderung in Art. 4 gemäß dem in ihrem Archiv hinterlegten Exemplar und anerkennt ihn als übereinstimmend mit den Normen des Kanonischen Rechts.

Anderslautende Bestimmungen stehen diesem Dekret nicht entgegen

Gegeben im Vatikan, am 4. Dezember 2012

Kard. João Braz de Aviz, Präfekt

P. Sebastiano Paciolla, O.Cist. Untersekretär

Erster Teil

ZWECK, ART und MITGLIEDER der CMIS

Art. 1.Die Weltkonferenz der Säkularinstitute (C.M.I.S.) bezweckt die Organisation der Zusammenarbeit unter den Säkularinstituten, damit die Menschen, die ihnen angehören, wirksamer ein Hefeteig für die Kraft und das Wachstum des Mystischen „Leibes Christi“ (Perfectae Caritatis 11) in der Welt sein mögen. Auf diese Weise hilft sie jedem Institut bei der besseren Verwirklichung des eigenen Ziels.

Die Zielsetzungen der C.M.I.S. sind unter Anderem:

a) die Kontakte, den Erfahrungsaustausch und eine brüderliche Hilfe unter den Instituten zu fördern. Sie unterhält in einem Geiste des Dienens regelmäßige Beziehungen zu anderen Vereinigungen wie den nationalen und territorialen Konferenzen;

b) die Entwicklungen dort zu unterstützen, wo sich das weltlich-geweihte Leben noch in der Anfangsphase befindet und die Initiativen zur Schaffung nationaler und territorialer Konferenzen begleiten;

c) sich mit dem Heiligen Stuhl auszutauschen über die Entwicklungen des weltlich-geweihten Lebens auf der Welt;

d) Studien und Forschungen zu veranlassen zur Vertiefung der Wesensart und der gegenwärtigen Sendung der Säkularinstitute, auf der Grundlage der Dokumente des Heiligen Stuhls und des Konzils und unter Berücksichtigung der eigenen Erfahrungen der Institute;

e) dem Heiligen Stuhl die Nöte, Interessen und Ansichten der Institute zum Ausdruck bringen.

Jedes Institut behält das Recht, sich unmittelbar an den Heiligen Stuhl zu wenden.

Art. 2. Die C.M.I.S. arbeitet in engem Kontakt mit dem Heiligen Stuhl.

Folglich:

o Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Forschung im Dienste der Institute, im Geiste eines gesunden Pluralismus und im Rahmen ihrer eigenen Satzung zu CMIS.

o Demnach belassen ihre Struktur und ihre Arbeitsweise jedem der
Institute eine völlige Autonomie in der Bestimmung seiner Lebens und Apostolatsformen nach seinem ursprünglichen Charisma und nach den Grundsätzen der Kirche

Art. 3. Mitglieder

Die von der Kirche approbierten Säkularinstitute (diözesanen bzw. päpstlichen Rechts) sind von Rechts wegen Mitglieder der CMIS. Dazu werden sie von ihren Generalverantwortlichen vertreten.

Dieses Recht kann erst im Anschluss an die ausdrückliche Annahme der Satzung der C.M.I.S. nach den vom Exekutivrat festgelegten Modalitäten ausgeübt werden.

Art. 4. Sitz

Die Weltkonferenz der Säkularinstitute CMIS, die vom Heiligen Vater am 30. Oktober 2012 wohlwollend mit der zivilen vatikanischen Rechtspersönlichkeit ausgestattet wurde, hat ihren Sitz im Vatikanstaat.

Zweiter Teil

Organisation und arbeitsweise der CMIS

Art. 5. Die Funktionsfähigkeit der CMIS. wird von der Vollversammlung und dem Exekutivrat gewährleistet.

A. Die Vollversammlung

Art. 6. Die Vollversammlung ist das wichtigste Organ innerhalb der CMIS.

Art. 7. Die Vollversammlung besteht aus den Generalverantwortlichen. Im Verhinderungsfall besteht die Möglichkeit der Vertretung durch einen unter den Mitgliedern des entsprechenden Instituts ausgewählten Beauftragten. Diesem muss eine schriftliche Vollmacht erteilt werden, die dem Sekretär des Exekutivrats vor der Eröffnung der Versammlung vorzulegen ist

Die Vollversammlung trägt die alleinige Verantwortung der Weltkonferenz der Säkularinstitute. Sie ist beschlussfähig, wenn über die Hälfte der Berechtigten anwesend ist.

Die Generalverantwortlichen verfügen über das aktive und passive Wahlrecht (d.h. sie können wählen und gewählt werden). Die Beauftragten verfügten lediglich über das aktive Wahlrecht.

Die Mitglieder des ausscheidenden Exekutivrates, die nicht mehr Generalverantwortliche sind, nehmen ohne Stimmrecht an der Vollversammlung teil.

Art. 8.  Die Vorsitzenden der nationalen und/oder territorialen Konferenzen werden zur Teilnahme an den Vollversammlungen eingeladen. Sie haben beratende Stimme ohne das Recht, an Abstimmungen oder Wahlen mitzuwirken, es sei denn, sie sind auch Generalverantwortliche ihres Instituts.

Art. 9. Aufgaben

Die Vollversammlung hat folgende Aufgaben:

  1. Verabschiedung der Beschlüsse mit relativer Mehrheit,mit Ausnahme der unter Art. 24 erwähnten Beschlüsse;
  2. Wahl des Versammlungsvorsitzes oder eines Moderators, der die Debatten und Arbeiten der Vollversammlung leitet und der die Akten an den Heiligen Stuhl weiterleitet;
  3. Diskussion und Abstimmung über die vom Exekutivrat vorgelegte Tagesordnung;
  4. Genehmigung des Tätigkeitsberichts des Exekutivrats;
  5. Festlegung der Kriterien, die die finanzielle Beteiligung regeln;
  6. Erörterung und Beschluss von Vorschlägen, die die Bedürfnisse, Interessen und Meinungen der Säkularinstitute zum Ausdruck bringen, welche dem Heiligen Stuhl vorzulegen sind;
  7. Festlegung der Leitlinien, die bis zur nächsten Vollversammlung vom Exekutivrat umzusetzen sind;
  8. Genehmigung der Wahlordnung;
  9. Wahl des Exekutivrats gemäß der Wahlordnung;
  10. gegebenenfalls Verabschiedung von Satzungsänderungen;
  11. Wahl eines aus drei Mitgliedern bestehenden Wahlausschusses, der den Ablauf der Wahlen gemäß der Wahlordnung organisiert.

 Art. 10. Ordentliche Vollversammlung

Die Vollversammlung tritt alle vier Jahre zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Zeitpunkt und Ort der Tagung werden von der vorangehenden Vollversammlung bestimmt. Der Exekutivrat informiert die Institute über Wahl und Behandlungsweise des Themas. Die Institute müssen die Einberufung mindestens ein Jahr vor Durchführung der Vollversammlung erhalten haben.

Art. 11. Außerordentliche Vollversammlung

Im Bedarfsfall kann eine außerordentliche Vollversammlung veranstaltet werden. Sie wird auf Ersuchen von mindestens zwei Dritteln (2/3) der Mitglieder oder von mindestens der Hälfte (1/2) der Generalverantwortlichen einberufen. Die Einberufung muss mindestens drei (3) Monate vor dem Zusammentreten erfolgen und Gegenstand und Begründung ihrer Notwendigkeit angeben.

 Die außerordentlichen Vollversammlungen können, falls sie es für notwendig erachten und der Heilige Stuhl seine Approbation erteilt, einen neuen Rat wählen.

B. Der Exekutivrat

Art.12. Eigenschaft

Der Exekutivrat führt die Anweisungen der Vollversammlung aus. Er wird auf vier (4) Jahre gewählt.

Falls wichtige Ereignisse eintreten, die die Beteiligung der CMIS. am Leben der Kirche betreffen und zu denen die Versammlung sich nicht geäußert hat, muss der Exekutivrat im Voraus alle Institute befragen, außer es handelt sich um dringende und begrenzte Angelegenheiten. In diesem Falle informiert er die Institute so bald wie möglich.

 Art. 13. Zusammensetzung des Exekutivrats

Der Exekutivrat besteht aus neun (9) Generalverantwortlichen. Seine Zusammensetzung soll die Vielfalt der Institute zum Ausdruck bringen.

Alle Mitglieder des Exekutivrates sind gleichberechtigte Verantwortungsträger. Infolgedessen wird ein jeder von ihnen über sämtliche Tätigkeiten der übrigen Mitglieder und des Sekretärs unterrichtet, und der Exekutivrat befindet über die Aufgabenverteilung je nach den Erfordernissen und Möglichkeiten.

 Wählbar sind alle bei der Vollversammlung anwesenden oder abwesenden Generalverantwortlichen, die zuvor ihr Einverständnis ausgedrückt haben, ausgenommen jene, die bereits zwei Mal hintereinander als Mitglieder des Exekutivrates gewählt worden sind.

Die Wahl erfolgt gemäß der Wahlordnung.

Art. 15. Funktionen des Exekutivrats

Der Exekutivrat tritt mindestens ein Mal pro Jahr zusammen.

Er hat folgende Funktionen:

  1. Wahl des Vorsitzes mit absoluter Mehrheit bis zum zweiten Wahlgang. Beim dritten Wahlgang ist die relative Mehrheit ausreichend. Bei Stimmengleichheit gilt das jüngere Mitglied als gewählt;votare le decisioni alla maggiornza relativa salvo se è diversamente indicato negli statuti;
  2. Beschlussfassung mit relativer Mehrheit der Stimmen, außer bei anderslautenden Satzungsvorgaben;approvare i bilanci finanzieri annuali e le previsioni di bilancio annuali;
  3. Ergreifen der erforderlichen Initiativen zur Durchführung der Versammlungsbeschlüsse;
  4. Genehmigung der finanziellen Jahresabschlüsse und der Vorschauen;
  5. Vorbereitung der nächsten Vollversammlung und ihrer Tagesordnung nach Befragung der CMIS.-Mitglieder;
  6. Einberufung der Versammlung und Gewährleistung ihrer praktischen Durchführung;
  7. Vorstellung seines Tätigkeitsberichts und des Finanzberichts der vergangenen vier Jahre vor der Vollversammlung für deren Genehmigung;
  8. falls notwendig, Einberufung einer außerordentlichen Vollversammlung;
  9. Ernennung des Sekretärs und des Schatzmeisters mit relativer Mehrheit der Stimmen, für den vom Exekutivrat festgelegten Zeitraum;
  10. Laufende Unterrichtung der zuständigen Kongregation und der Institute über die Tätigkeit des Exekutivrats.

 Der Exekutivrat ist verantwortlich für die Arbeitsweise der von ihm selbst bestellten Arbeitsgruppen, wie auch der Fachtagungen, die zur Vertiefung der Fragen des Wesens und der Sendung der Säkularinstitute anberaumt werden.

Art. 16. Ersetzung eines Mitgliedes des Exekutivrates

Ein Generalverantwortlicher eines Säkularinstituts, dessen Mandat vor der folgenden Versammlung erlischt, bleibt weiterhin Mitglied des Exekutivrats, sofern sein Institut ihm nicht die Befugnis entzieht.

Im gegenteiligen Falle, oder falls ein Mitglied des Exekutivrates nicht in der Lage ist, seine Funktionen wahrzunehmen bzw. falls es zurückgetreten  ist, wird es vom Exekutivrat in einer Weise ersetzt, die gesamte Liste der gewählten Kandidaten sowie die Vielfalt der Säkularinstitute berücksichtigt.

Art. 17. Der Vorsitz

Der Exekutivrat wählt aus seiner Mitte drei Mitglieder, die den Vorsitz bilden.

Das Mitglied, das die meisten Stimmen erhält, führt den Titel des Ratspräsidenten. Bei Stimmengleichheit ist das jüngste Mitglied gewählt. Dieser hat keinerlei Entscheidungsbefugnisse und handelt lediglich als Koordinator des Rates und als Vertreter der CMIS.

Ist ein Mitglied des Vorsitzes nicht in der Lage, sein Amt wahrzunehmen, oder tritt zurück, so unterrichten die übrigen Mitglieder des Vorsitzes den Rat, der bei seiner folgenden Sitzung eine Neuwahl des Vorsitzes vornimmt.

Art. 18. Aufgaben des Vorsitzes:

Aufgabe des Vorsitzes ist die Sicherstellung der Kontinuität der Tätigkeit

des Exekutivrates sowie der Umsetzung seiner Entscheidungen. So obliegt es dem Vorsitz, u.a. folgende Aufgaben zu erfüllen:

  • Vorbereitung und Moderation der Sitzungen des Exekutivrats
  • Gewährleistung des Informationsumlaufs unter den Ratsmitgliedern;
  • Pflege der Verbindung zu den zuständigen Kongregationen;
  • Erteilung der erforderlichen Weisungen für die Tätigkeit des Sekretariats;
  • Vorlage der Jahresabschlüsse und der jährlichen Haushaltspläne im Exekutivrat.

Der Vorsitz unterrichtet den Exekutivrat laufend über seine Tätigkeiten.

Art. 19. Der Sekretär

Der Sekretär wird vom Exekutivrat mit absoluter Mehrheit ernannt. Er wird unter den Mitgliedern der Institute gewählt. Er nimmt sein Amt in Abhängigkeit vom Exekutivrat wahr und nimmt ohne Stimmrecht an dessen Sitzungen teil.

Die Dauer und Form des Mandats werden vom Exekutivrat beschlossen. Bei Ablauf des Mandats führt der scheidende Sekretär seine Amt bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiter.

Die Hauptaufgaben des Sekretärs sind:

  • Sicherstellung, dass das Sekretariat reibungslos funktioniert;
  • Abfassung und Unterzeichnung der Protokolle der Sitzungen des Exekutivrats und des Vorsitzes;
  • Vorbereitung der Dokumente für die Sitzungen des Exekutivrats und der Vollversammlung;
  • Gewährleistung der Kommunikation zwischen dem Exekutivrat und den Generalverantwortlichen;
  • Verwaltung des Archivs der CMIS.;
  • Erledigung der laufenden Korrespondenz;
  • Aktualisierung der offiziellen Liste der Säkularinstitute und der Generalverantwortlichen;
  • Supervision der Kommunikationsmittel und ihrer Verbreitung.

 Mit Delegation durch den Präsidenten kann der Sekretär bei offiziellen Begegnungen die CMIS vertreten.

Art. 20. Schatzmeister

Der Schatzmeister wird von jedem Exekutivrat ernannt. Er übt seine Funktion in Abhängigkeit vom Exekutivrat und in enger Zusammenarbeit mit dem Sekretär wahr.

Die Hauptaufgaben des Schatzmeisters sind:

  • Sicherstellung der Finanzverwaltung und der Rechnungslegung der CMIS.;
  • Zusammenarbeit mit dem Sekretär, um die Entrichtung der Jahresbeiträge zu gewährleisten;
  • Erstellung und Vorlage der Jahresabschlüsse und der jährlichen

Haushaltspläne;

  • Unterzeichnung der die Finanzverwaltung betreffenden Dokumente;
  • Follow-up der ordentlichen Rechnungen bis zu der vom Exekutivrat bei jeder Sitzung bewilligten Höhe. Bei  Überschreiten dieser Beträge hat der Schatzmeister die vorherige schriftliche Genehmigung des Vorsitzes einzuholen.

Art. 21. Kommissionen und Arbeitsgruppen

Der Exekutivrat kann Arbeitsgruppen oder Ad-hoc-Ausschüsse zur Durchführung der von der Versammlung ausgegebenen Leitlinien einsetzen.

Diese Gruppen bestehen aus Mitgliedern von Säkularinstituten und/oder externen Fachleuten und arbeiten unter der Verantwortung des Rats. Dieser muss den Mitgliedsinstituten die Arbeitsergebnisse dieser Gruppen bekanntgeben.

Art. 22. Finanzierung

Die Tätigkeiten der CMIS. werden durch die Mitgliedsbeiträge der Institute und durch sonstige Zuwendungen finanziert.

Der Beitrag der Säkularinstitute wird jedes Jahr vom Exekutivrat festgelegt und richtet sich nach der Mitgliederzahl.

Art. 23. Auslegung

In Fragen der Auslegung dieser Satzung wendet sich der Vorsitz an die Kongregation.

Art. 24. Satzungsänderungen

Jede Änderung dieser Satzung muss die Zweidrittelmehrheit (2/3) der

Versammlungsteilnehmer haben und die Approbation des Heiligen Stuhls erhalten.

Art. 25. Auflösung

Im Falle der Auflösung der CMIS. werden die in ihrem Besitz befindlichen materiellen und finanziellen Güter mit Zustimmung des Heiligen Stuhls an eine ähnliche Institution übertragen.

Was ist ein Säkularinstitut?

"A secular institute is an institute of consecrated life in which Christ’s faithful, living in the world, strive for the perfection of charity and endeavor to contribute to the sanctification of the world, especially from within” (Canon 710).

Secular institutes are a still young reality in the history of the Church. They emerged in the first half of the nineteenth century and were approved by Pope Pius XII in 1947 through the Apostolic Constitution Provida Mater Ecclesia and via the Motu Proprio Primo Feliciter in 1948.

Until then, all those who wanted to devote themselves to God had to leave the world and enter religion, either in a Religious Order or in a Congregation. Since the appearance of Secular Institutes, lay people who feel the call to live the evangelical counsels of chastity, poverty and obedience, can consecrate themselves to God, without losing their secular state in the Church, by sanctifying themselves in the world and from within the world itself.

Secular institutes combine secularity and consecration: in fact, the members of a secular institute are fully secular and fully consecrated, joining in themselves two realities that until now were incompatible with each other. They are fully consecrated to God as the religious and they are as secular as the rest of the Christians who are not clerics. The fact that they live in the midst of the world, performing the most varied professions in different social environments, does not diminish their consecration. Nothing loses their secular essence not even the reason of being consecrated to God. The member of a secular institute is not a member of a religious order. He or She is a lay person (a doctor, a teacher, a lawyer, a mechanic ... ), a lay person consecrated to God by the following of the evangelical counsels. He or she lives in the world within the ordinary circumstances of family, work and social life, which weave his or her own existence.

Thus, secular institutes unite these two realities which had been previously considered incompatible: secularity (by which its members remain laypeople) and total consecration of the life to God. Hence, it is not easy to understand this is a gift that the Holy Spirit gave to his Church: consecrated secularity.

So, since Pius XII onwards, all the popes have emphasized that secular institutes are the work of the Holy Spirit that constantly renews its Church to meet the needs of today's evangelistic mission in the world. Secular institutes are located in the context of the conciliar way of the Church to rediscover the value of creation and the original call addressed to each person in their mission to care the world and transform it according to the God’s will ( cf. Gen. 2 15 ).

"Now it is necessary to know and make known this vocation that is so relevant and, I should say, so urgent, the vocation of persons who consecrate themselves to God by practicing the evangelical counsels and strive to immerse their whole lives and all their activities in that special consecration, creating in themselves a total availability to the Father's will and working to change the world from within” said Blessed John Paul II (3/5/83).

Nowadays most of the fields of human activity that rule the world and determine behavioral patterns for all humanity are in the hands of the laity. If there are people consecrated to God, who love the Lord as the only love of their lives and, in turn, are fully competent in the practice of their profession- which they perform as a way of ordering all human realities according to God’s will - then it is more likely that the world will be renewed in Christ "from within like leaven" (Lumen Gentium 31). Thanks to this vital synthesis between consecration and secularity, the member of a secular institute combines in his or her life the passion for God and the passion for humanity. He or she gives himself or herself fully to God and to the world so that the world can perceive the salt of the Gospel, the fragrance of Christ.

The doctrine of the Church also expects that priests to associate to secular institutes. Although due to the sacrament of the Holy Orders they become pastors of the People of God, dedicating their lives to the ministry of the Word and the Sacraments, by no means do they lose their intrinsic relationship with the world. And this fact enables them to participate in the charism of secular institutes by offering this experience of consecration in the world through the evangelical counsels of the presbytery in which they are inserted.

Many are the circumstances and needs of the world. So, many are the kinds of secular institutes. There are only female institutes, which are the majority. Others are only made up of laymen, or include priests too. And finally, there are secular institutes that combine the three branches: laymen, laywomen and priests.

As for their lifestyles, many members of secular institutes live with their families or alone. Others form small groups of common life. Some secular institutes have their own apostolic works, while others reject them by rule. In short, there exists within these institutes a healthy and rich pluralism that the Church has always kept and defended.

The charisma of secular institutes expresses clearly some of the basic guidelines outlined by the Second Vatican Council: the universal call to holiness, the presence in the world to sanctify it from within, etc. "If they remain faithful to their vocation, they will be like an experimental laboratory in which the Church tests the concrete modes of its relations with the world" (Paul VI, March 25th, 1976).

  • Genossenschaften, sowohl von Klerikern wie von Laien, deren Mitglieder zur Erreichung der christlichen Vollkommenheit zur vollen Erfüllung ihres Apostolats die evangelischen Räte in der Welt befolgen, erhalten zur klaren Unterscheidung von anderen, gewöhnlichen Vereinigungen von Gläubigen (Pars III, lib. II C.l.C.) den besonderen Namen „Institute" oder „Weltliche Institute" und unterstehen den Normen dieser Apostolischen Konstitution.
  • Die Weltlichen Institute werden, obwohl ihre Mitglieder in der Welt bleiben, auf Grund der völligen Weihe an Gott und für die Seelenrettung, die sie unter Gutheißung der Kirche vollziehen, und auf Grund ihrer inneren verfassungsmäßigen Ordnung, sei es innerhalb von Bistümern oder im Bereich der Gesamtkirche, was in verschiedener Stufung zutreffen kann, kraft der Apostolischen Konstitution Provida Mater Ecclesia mit Recht und nach Verdienst den rechtmäßig von der Kirche geregelten und anerkannten.
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